Homeoffice sollte Zeit zurückgeben. Stattdessen ist der Arbeitstag länger geworden und die Grenze zum Feierabend dünner denn je.

Die Trennung zwischen Arbeit und Freizeit war nie so durchlässig wie heute. Wer abends noch einmal ins Postfach schaut, arbeitet weiter, auch wenn es sich nicht so anfühlt.
Studien zur Erreichbarkeit zeigen ein wiederkehrendes Muster: Nicht die Menge der Aufgaben ist das Problem, sondern die fehlende Unterbrechung dazwischen.
Längere Arbeitszeiten führen selten zu mehr Ergebnis. Nach einem gewissen Punkt sinkt die Qualität schneller, als die zusätzlichen Stunden sie ausgleichen können.
Produktivität lässt sich nicht in Stunden messen, sondern in Entscheidungen, die am nächsten Tag noch tragen.
Einige Arbeitgeber setzen inzwischen auf feste Ruhezeiten und klare Regeln für Nachrichten außerhalb der Kernzeit.
Die Erfahrung zeigt: Solche Regeln wirken nur, wenn die Führungsebene sich selbst daran hält. Alles andere bleibt eine Absichtserklärung.

Steigende Mieten, teure Lebensmittel, höhere Kreditkosten: Immer mehr Haushalte legen jeden Euro zweimal um. Was das für Konsum und Märkte bedeutet.