Die Teuerung geht zurück, aber die Preise bleiben oben. Warum sich das Gefühl von Inflation länger hält als die Statistik.

Eine sinkende Inflationsrate bedeutet nicht, dass etwas billiger wird. Sie bedeutet nur, dass die Preise langsamer steigen als zuvor.
Genau daraus entsteht die Lücke zwischen Statistik und Alltagserfahrung. Der Warenkorb fühlt sich weiterhin teuer an, weil er es auch ist.
Energie und Lebensmittel schwanken stark und verdecken den Trend. Die Kernrate zeigt deutlicher, wie hartnäckig die Teuerung in Dienstleistungen sitzt.
Preise, die über Löhne in die Dienstleistungen wandern, verschwinden nicht mit dem nächsten Ölpreisrückgang.
Für die Geldpolitik ist das die eigentliche Frage: Reicht eine sinkende Gesamtrate, oder muss der Druck aus dem Dienstleistungssektor erst nachlassen?
Für Anleger heißt das vor allem eines: Zinserwartungen bleiben beweglich, und mit ihnen die Bewertung langlaufender Anlagen.

Steigende Mieten, teure Lebensmittel, höhere Kreditkosten: Immer mehr Haushalte legen jeden Euro zweimal um. Was das für Konsum und Märkte bedeutet.