Steigende Mieten, teure Lebensmittel, höhere Kreditkosten: Immer mehr Haushalte legen jeden Euro zweimal um. Was das für Konsum und Märkte bedeutet.

Die Sparquote steigt, der Konsum sinkt: Viele Haushalte richten ihre Ausgaben derzeit neu aus. Wer vor zwei Jahren noch größere Anschaffungen geplant hat, verschiebt sie heute oder streicht sie ganz.
Besonders deutlich zeigt sich das bei langlebigen Gütern. Möbel, Elektronik und Reisen reagieren als Erstes, wenn das monatliche Budget enger wird.
Auffällig ist, dass nicht die Grundausgaben sinken, sondern die Spielräume darum herum. Der Wocheneinkauf bleibt, der Restaurantbesuch fällt weg.
Wenn Haushalte ihre Rücklagen aufbauen statt sie auszugeben, trifft das zuerst die Unternehmen, die vom Impulskauf leben.
Für den Markt ist diese Verschiebung kein einheitliches Signal. Discounter und Basiskonsumgüter profitieren, während zyklische Konsumwerte unter Druck geraten.
Entscheidend wird sein, wie lange die Zurückhaltung anhält. Bleibt sie über mehrere Quartale bestehen, verändert sie die Erwartungen für eine ganze Reihe von Branchen.

Homeoffice sollte Zeit zurückgeben. Stattdessen ist der Arbeitstag länger geworden und die Grenze zum Feierabend dünner denn je.