Viele Berichte messen, was leicht zu messen ist. Die Zahlen, die eine Entscheidung tragen würden, stehen meist nicht darin.

Kennzahlen haben eine unangenehme Eigenschaft: Sobald sie zum Ziel werden, verlieren sie ihren Aussagewert.
Das gilt für Reichweiten ebenso wie für interne Leistungszahlen. Was gemessen wird, wird optimiert, auch dann, wenn die Optimierung nichts verbessert.
Besucherzahlen, Klicks und Impressionen sind einfach zu erheben. Sie sagen nur wenig darüber aus, ob am Ende etwas entstanden ist.
Eine Kennzahl ist erst dann nützlich, wenn ein schlechter Wert eine konkrete Handlung auslöst.
Statt mehr zu messen, hilft es, weniger zu messen und die verbleibenden Werte ernst zu nehmen.
Wer vorab festlegt, welche Entscheidung von welcher Zahl abhängt, merkt schnell, wie viele Kennzahlen im Bericht gar keine Rolle spielen.

Steigende Mieten, teure Lebensmittel, höhere Kreditkosten: Immer mehr Haushalte legen jeden Euro zweimal um. Was das für Konsum und Märkte bedeutet.